Wer sollte Lehrer werden und wer besser nicht?

Professionelles Bewusstsein und professionelles Handeln

Hartmut Schrewe's  Motto                        "Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze" Franz Kafka
Hartmut Schrewe's Motto "Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze" Franz Kafka

Warum will ich Lehrer werden? Welche Erwartungen werden in diesem Beruf an mich gestellt? Woher kann ich wissen, ob ich diesen Anforderungen gerecht werden kann? Worauf freue ich mich? Im Seminar soll in flexiblen Arbeitsgruppen, an exemplarischen Fällen, untersucht werden, welches Professionswissen und professionelles Handeln zu Qualitätssteigerung in Erziehung und Unterricht, Berufszufriedenheit und öffentlicher Akzeptanz führen kann und wie Lehrer sich für den Schulalltag gerüstet fühlen.

Neben der wissenschaftlichen Beherrschung der Fächer, einschliesslich fachdidaktischer Kompetenzen, gehört zur Lehrerprofefssionalität auch das Verstehen der Wirkungszusammenhänge von schulischen und ausserschulischen Lernumwelten, der Beziehungen zwischen personalen und sozialen Systemen.

 

Zu Beginn des Seminars  stehen  deshalb Selbsterkundungsverfahren (als Checks zur Eignung für den Lehrerberuf). Die inzwischen eingeführten Verfahren "CCT" (Career Counselling for Teachers) und "Fit für den Lehrerberuf" sind dafür geeignete Instrumente. 

Es geht hier um das Erkennen von Anforderungen an die Lehrerpersönlichkeit sowie professioneller Bewältigungsmuster, um einen Austausch über Selbst- und Fremdeinschätzung - letztlich: um Kernkompetenzen für den Lehrerberuf.

Im Zentrum unserer Diskurse (theoretisch reflektierte Praxis) über inhaltliche, methodische, emotionale, soziale und ethische Anforderungen konzentrieren wir uns, orientiert an exemplarischen Fallbeispielen, auf Fragen zur Kommunikation und Interaktion in der Schulgemeinde.

Wir analysieren das Verhalten unterschiedlicher Lehrerpersönlichkeiten auf ihre Wahrnehmungs- und Handlungswelten, ihr professionelles Leben zwischen Engagement und Enttäuschung, kurz: wie Lehrer wirklich sind, oder: von der Lust und der Last, Lehrer zu sein.

Wir erkennen, dass pädagogische Professionalität in einem permanenten Spannungsverhältnis steht: 

zwischen den Anforderungen fachwissenschaftlicher Inhalte und kommunikativer Prozesse,  zwischen der emotionalen Dynamik von "Verstehen" und "Verstanden werden", zwischen dem Balanceakt von "Nähe" haben und "Distanz" wahren.